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UNIDAS: Gemeinsam für Frauenrechte und Demokratie

#NiunaMenos – „Nicht eine weniger“ 2015 verbreitete sich dieser Aufruf rasant in Lateinamerika. Es war ein Aufschrei gegen die Gewalt gegen Frauen und die Reaktion auf die Ermordung junger Mädchen und Mütter u.a. durch ihre Partner (sog. „Femizide“). Tausende gingen auf die Straßen. Daraus entstanden ist die wohl größte Frauenbewegung Lateinamerikas, die ihren Ursprung in Argentinien hatte. Für ihr Engagement für Frauenrechte zeichnet Außenministerin Annalena Baerbock heute (22.03.) Aktivistinnen dieser Bewegung aus: Hinde Pomeraniec, Ingrid Beck, Ana Correa und Mariana Carbajal nahmen stellvertretend für ihre tausenden Mitstreiterinnen den mit 10.000 Euro dotierten Preis entgegen. Außenministerin Baerbock würdigte ihr Wirken:


„Sie haben gezeigt: Wenn wir zusammenstehen, können wir mehr erreichen als wenn wir alleine kämpfen. Das ist der Spirit, für den unser Netzwerk steht: vereint – UNIDAS!“

UNIDAS: Ein Netzwerk zur Stärkung der Frauenrechte

Demokratie lebt von Teilhabe. Hierzu gehört insbesondere, dass auch Frauen gleichberechtigt an politischen Entscheidungen mitwirken. Im Rahmen der diesjährigen UNIDAS-Woche treffen Entscheidungsträgerinnen, Aktivistinnen und Politikerinnen aus Lateinamerika, der Karibik und Deutschland zusammen, um die Zusammenarbeit für Frauenrechte und Demokratie zu intensivieren. Gemeinsam mit der Außenministerin Chiles, Antonia Urrejola, eröffnete Außenministerin Baerbock die Veranstaltungswoche:

„Es geht nicht ums Ausschließen, sondern ums Einbinden.

Es geht nicht darum, weniger Stimmen zu hören, sondern MEHR Stimmen – alle Stimmen der Gesellschaft.

 Denn für kein Land, keine Volkswirtschaft, keine Gesellschaft kann es gesund sein, wenn die Hälfte der Bevölkerung nicht gleichberechtigt mitbestimmt.

Den Kampf für Gleichstellung ist daher im Sinne einer jeden Gesellschaft. Wir müssen ihn gemeinsam führen, in Deutschland wie in Lateinamerika und der Karibik – mit allen Menschen, egal, welches Geschlecht sie haben. “

Im Fokus der UNIDAS-Woche steht die Vernetzung von Akteurinnen aus Lateinamerika und Europa. Inhaltlich geht es um die die Rolle von Frauen in Konflikten und der Konfliktprävention sowie die Auswirkungen des Klimawandels auf Frauenrechte. Denn es zeigt sich, dass Frauen besonders von Konflikten und dem Klimawandel betroffen sind, aber auch im besonderen Maße aktiv Verbesserung bewirken können, wenn man sie lässt. Darüber hinaus steht Gewalt gegen Frauen und deren Prävention u.a. durch Stärkung von Frauenrechten im Zentrum der Diskussionen. Rund 200 Teilnehmer aus 34 Ländern beteiligten sich in Berlin und virtuell an der Veranstaltung.


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