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Wer wir sind - die deutsche Entwicklungszusammenarbeit

Entwicklungszusammenarbeit in verschiedenen Bereichen

Entwicklungszusammenarbeit in verschiedenen Bereichen, © GIZ La Paz

Artikel

Die deutsche staatliche Entwicklungszusammenarbeit definiert ihre Arbeitsbereiche in Regierungsabkommen, die zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Plurinationalen Staat Bolivien in Regierungsverhandlungen regelmäßig überprüft und angepasst werden – das letzte Mal im Mai 2017.

Die Bundesregierung bekennt sich zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie als universalem Rahmen für die deutsche Entwicklungspolitik auch in Bolivien. Zentrale Arbeitsfelder der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Bolivien sind die Armutsbekämpfung, die Verbesserung der Versorgung der Bevölkerung mit wichtigen Basisdienstleistungen wie Wasser und Nahrung, die Stärkung von Strukturen, Institutionen und Kapazitäten auf Ebene der Regierung, der Departements und der Munizipien sowie die Anpassung an den Klimawandel und dessen Minderung.

Der direkte Verhandlungspartner der Bundesregierung in Bolivien ist das Vizeministerium für öffentliche Investitionen und externe Finanzierung (VIPFE), mit dem alle Programme und Vorhaben koordiniert werden; das bedeutet auch, dass nur Projekte gefördert werden können, die von der bolivianischen Regierung über dieses Vizeministerium ausgewählt wurden.

Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland entwickelt politische Richtlinien und Strategien, auf denen die deutsche Entwicklungszusammenarbeit basiert. In den Regierungsverhandlungen zur Entwicklungszusammenarbeit werden prioritäre Arbeitsgebiete und Kooperationsprogramme mit dem Partnerland definiert, wobei die Arbeitsteilung und das Gleichgewicht zwischen den bi- und multilateralen Gebern und der Europäischen Union berücksichtigt werden. Alle Anstrengungen tragen zum Erreichen der nachhaltigen Entwicklungsziele bei.

Inhaltlich konzentriert sich die Zusammenarbeit mit Bolivien daher vorrangig auf drei Schwerpunkte: Trinkwasser und Abwasser, ländliche Entwicklung und Umwelt sowie Energie. Dabei ist die aktive Einbeziehung von Zivilgesellschaft und Privatsektor für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit wesentlich, um eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Wichtige Querschnittsthemen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Bolivien sind Dezentralisierung, Berufsbildung, Geschlechtergerechtigkeit, Interkulturalität, Zusammenarbeit mit indigenen Völkern sowie Konfliktprävention und -Bewältigung.

Die Entwicklungszusammenarbeit zwischen Bolivien und Deutschland wurde vor mehr als 55 Jahren begründet. Heute zählt sie zu den wichtigsten Elementen der deutsch-bolivianischen Beziehungen. Seit Beginn der Zusammenarbeit wurden Maßnahmen der technischen und finanziellen Zusammenarbeit mit einem Gesamtvolumen von mehr als 50 Millionen Euro umgesetzt.

Die Deutsche Botschaft vertritt die deutsche Bundesregierung in Bolivien in allen Angelegenheiten der staatlichen bilateralen Zusammenarbeit, insbesondere das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Sie ist verantwortlich für die diplomatischen Beziehungen mit dem Plurinationalen Staat Bolivien und ist für die Koordination mit allen Institutionen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit beauftragt, die in Bolivien tätig sind.

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