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Ländliche Entwicklung und Umwelt

Anbau von Pfirsichen

Anbau von Pfirsichen, © GIZ La Paz

Artikel

Die Auswirkungen des Klimawandels zeigen sich in besonderem Maße in den ländlichen Regionen Boliviens.

In Bolivien sind insbesondere die ländlichen Regionen von Armut und Entwicklungshemmnissen betroffen. Ca. 94% der Landbevölkerung lebt von Landwirtschaft und Viehzucht in kleinem Umfang. In den Trockentälern der Anden verhindern Wassermangel, Extremtemperaturen und wenig fruchtbare Böden eine Ausweitung der Produktion. Fehlende Infrastruktur, Finanzierungsangebote und Marktanreize erschweren die Bedingungen für die Landbevölkerung zusätzlich. Zudem werden der Landwirtschaft durch die Abwanderung der jungen Bevölkerung in die Städte wichtige Arbeitskräfte entzogen.

Unter diesen Voraussetzungen gelingt es häufig nicht, die eigene Ernährung zu garantieren oder Einkünfte zu erzielen, um die Armut zu überwinden. Die Auswirkungen des Klimawandels zeigen sich in besonderem Maße in der Bodenerosion und unsicheren Wasserversorgung, die eine existenzielle Bedrohung für die Bevölkerung darstellt. Weite Teile der landwirtschaftlich genutzten Anden sind bereits heute von Wüstenbildung bedroht. Langfristig besteht die Gefahr der Zunahme von Armut und Hunger und der weiteren Abwanderung größerer Bevölkerungsgruppen in fruchtbare Regionen und Städte.

Entwicklungspolitisches Ziel: Die Lebensbedingungen in den ländlichen Gebieten verbessern durch Verringerung der Armut, Ernährungssicherung und Resilienz gegenüber Auswirkungen des Klimawandels.

  • Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit finanziert und berät Projekte in den Bereichen Bewässerung, effiziente Nutzung von Wasser und effiziente landwirtschaftliche Produktion, Nachernteschutz und Vermarktung. Grundlage ist die integrale Bewirtschaftung von Wassereinzugsgebieten.
  • Gemeinsam mit dem Umwelt- und Wasserministerium sowie dem Landwirtschaftsministerium und anderen öffentlichen und privaten Einrichtungen trägt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit zur Formulierung von nationalen Politiken bei und unterstützt Departaments- und Stadtverwaltungen sowie zivilgesellschaftliche Organisationen technisch und finanziell. Durch den integralen Mehrebenenansatz gelingt es, einer breiten Zielgruppe die notwendigen Fähigkeiten für eine nachhaltige und an den Klimawandel angepasste landwirtschaftliche Entwicklung zu vermitteln.

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